Gesteinswelten der Nockberge

Bei den  Nockbergen oder "Nock'n" handelt es sich um rundgeschliffene Erhebungen mit einer maximalen Höhe von rund 2.400 Metern. Rund um diese Nockberge erstreckt sich der größte Lärchen- und Zirbenbestand der Ostalpen, der seit 1987 unter Nationalparkschutz steht.

"Nock'n" - Sanfte Formen der vielfältigen Gesteinswelt

Die Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen im Alpenraum aufgrund ihrer  sanften Formensprache und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar. Sie beherbergen vorwiegend kristalline Gesteinsarten wie Glimmerschiefer, Paragneise und Quarzphylite.

Die geologische Besonderheit liegt jedoch in der Existenz eines rund 3 km breiten, in den kristallinen Schichten eingezwängten Kalk- und Dolomitgesteinszuges, der in Nord-Südrichtung das Nationalparkgebietes durchquert und zahlreiche Karsterscheinungen aufweist. All diese Gesteine unterschiedlichster Ausprägung entstanden in Hunderten Millionen Jahren durch unzählige Wechsel von Land und Meer, Wüste und Urwald!

Das Antlitz der rundlichen "Nocken" wurde nur durch Eiszeitgletscher in wenigen Bereichen überprägt, die schroffe Kare mit eingebetteten, klaren Karseen und scharfe Grate zurückließen. Abgerundet wird dieses faszinierende Bild durch zahlreiche klare Bäche und eine Vielzahl kleiner , extrem nährstoffarmer, kalter Bergseen und Tümpel, die neben dem grünen Mantel aus Fichten-Lärchen-Zirbenwäldern einen Eindruck stiller Melancholie hervorrufen.

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