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Wintersperre bis Anfang Mai 2018!

Erläuterungen zur Befahrbarkeit:  Entsprechende Hinweise auf der Homepage können aufgrund rasch wechselnder Wetterverhältnisse im Hochgebirge auch kurzfristig überholt sein. Die Letztentscheidung, ob die Wetterverhältnisse eine (Weiter)Fahrt zulassen, liegt beim Fahrzeuglenker.
Kühe am Feld

Flora & Fauna

Tier- und Pflanzenwelt in den Nockbergen

Flora und Fauna entlang der „Blumenstrasse“ im Biosphärenpark Nockberge

Bei einer Fahrt auf der 35 km langen Nockalmstraße begegnen Ihnen die Wunder der alpinen Natur quasi im Vorbeifahren. Bunte Bergwiesen mit leuchtenden Blumen, satte, grüne Almböden mit einer unglaublichen Vielfalt an Kräutern und die größten Fichten-, Lärchen- und Zirbenwälder der Ostalpen sind zum Greifen nahe. Bei Spaziergängen und Wanderungen entlang der Gebirgsstraße entdecken Sie weitere Naturschönheiten wie den Windebensee oder den Gipfel des Königsstuhls. Die alpine Tier- und Pflanzenwelt offenbart aber erst auf den zweiten Blick ihre Geheimnisse. Im Wechsel der Jahreszeiten hat sie Überlebensstrategien entwickelt, um den schneereichen Winter überstehen und den Anforderungen der Höhe gerecht werden zu können. Viel Spaß beim Lesen!
Blumenwiese
Zirben mit Alpenrosen

Meisterinnen der Überlebensstrategie: die Bäume Zirbe und Lärche

Die Nockberge ziert der größte Zirbenbestand der Ostalpen. Das Holz der Zirbe ist von alters her für den Bau von Wohnstuben und Betten beliebt. Heute weiß man, dass Zirbenholz die Herzfrequenz und damit den Blutdruck senkt, der Schlaf im Zirbenbett also tatsächlich ein Jungbrunnen ist! So begehrt wie das Holz sind die Zirbenzapfen, die zu einem köstlichen Likör verarbeitet werden. Wenig bekannt ist, dass die Zirbe eine originelle Strategie entwickelt hat, um winterliche Fröste bis minus 40 °C zu überleben: Sie erzeugt selbst das Kälteschutzmittel Glykol! Der Wasserspeicher in ihrem Stamm, der bis zu 400 l umfassen kann, ist so hervorragend geschützt. Die Lärche hat einen anderen Weg gefunden. Sie wirft ihre Nadeln im Herbst ab, um dem Verlust von Feuchtigkeit im Winter vorzubeugen.

Mehr zum Thema finden Sie in der Ausstellung „Bäume als Überlebenskünstler“  in der Grundalm!

Klein, kleiner, Gebirgsblume: blühfreudige Pflanzen in alpinen Hochlagen 

Fahren Sie von den Ausgangspunkten der Nockalmstraße zu ihrem höchsten Punkt, so entspricht das einer 3.000 km langen Reise von Kärnten zur Vegetation der Tundra am Nordkap. Je höher der Standort, umso kürzer ist die Vegetationsperiode, also die Zeit, die die Planzen zum Wachsen bis zur Samenreife haben. Je 100 hm nimmt diese Zeitspanne um eine ganze Woche ab! So ist es kaum verwunderlich, dass die alpine Pflanzenwelt oberhalb der Baumgrenze ihre eigenen Überlebensstrategien entwickelt hat. Starke Wurzeln, die als Wasserspeicher dienen, unterirdische Blüten- und Blattansätze, und Behaarung, die vor dem Vertrocknen schützt, sind typische Merkmale der Gewächse am Berg. Anschauliche Beispiele sind Kuhschelle, Hauswurz oder Kohlröschen.
Drei Murmeltiere
Murmeltiere

Der Speik: wohltuendes Unikat im Biosphärenpark Nockberge

Unter den unzähligen Pflanzen in den Nockbergen findet sich eine, die es schon vor Jahrtausenden zur Berühmtheit in der damals bekannten Welt gebracht hatte und nach der sogar Cleopatra verlange – der Speik. Von Juli bis September liegt der herb-würzige Duft der unscheinbaren Pflanze über den Wiesen der Nockberge. Doch nicht die Blüte, sondern die Wurzeln sind das Ziel der wenigen lizenzierten Speiksammler, die bei der Ernte sorgfältig und nachhaltig vorgehen. Im August werden die Wurzeln von Hand ausgegraben, die anschließend ausschließlich von der bei Frankfurt ansässigen Firma Speick zu Naturkosmetik verarbeitet werden dürfen. Tipp: Gönnen Sie sich ein erfrischendes Fußbad in der Speik-Pflegestation Wolitzenhütte an der Nockalmstraße!

Mehr zum Thema Speik in den Kärntner Nockbergen erfahren!

Alpenbewohner mit Pfiff: Murmeltiere in den Nockbergen in Kärnten

Beim Wandern in den Nockbergen werden Sie es vermutlich erst hören, bevor Sie es sehen: Das Murmeltier kommuniziert mittels hoher, schriller Schreie, die wir als Pfiffe wahrnehmen. Sie dienen auch der Warnung vor dem Fressfeind Nummer eins, den Greifvögeln. Wird ein kurzhalsiger Vogel am Himmel entdeckt, suchen die Nagetiere rasch in ihrem unterirdischen Bau Schutz, aber schon bald sind sie wieder auf den weiten Almmatten unterwegs, um sich genügend Winterspeck anzufressen. Im Frühling stehen Wurzeln auf dem Speiseplan, im Sommer zahlreiche Kräuter und Gräser. Spätestens mit dem ersten Schneefall beginnt für die Murmeltierfamilie der rund sechs Monate währende Winterschlaf. Tipp: Besuchen Sie die neue Ausstellung „Wildtiere und Lebensraum“ in der Pfandlhütte an der Nockalmstraße!
Sie möchten noch mehr über die Tier- und Pflanzenwelt im Biosphärenpark Nockberge erfahren? Dann begeben Sie sich mit einem Biosphärenpark-Ranger  auf Erkundungstour und entdecken Sie die Ausstellungen entlang der Nockalmstraße !
 
Alte Zirbe
Zirbe